Im Juni wurde in der Kategorie Regeln die Regeln für Tute ergänzt sowie in der Kategorie „Kartenblätter & -bilder“ das Franzöisches Bild in der Originalversion, das Prager Bild als Einfach- und Doppelbild und das Schweizer Bild.
Darstellung Spielkartenbilder
Bei den hier dargestellten Kartenbildern handelt es sich um Beispiele von Kartenherstellern wie Frobis, ASS Altenburger, Dal Negro, Maestros Naipes, Bicycle, COPAG, Cartamundi, AGM Müller, Bonaparte u. a.
Die Abbildungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung der in verschiedenen Ländern gebräuchlichen Kartenbilder und verfolgen keinen kommerziellen Zweck im Hinblick auf die genannten Marken.
Schweizerdeutsches Bild
Das schweizerdeutsche Bild ist ein eigenständiges traditionelles Kartenbild und wird vor allem in der Schweiz verwendet. Es nutzt die Farben Eichel, Schilte (Schilde), Rose und Schelle sowie die Bildkarten Under (U), Ober (O) und König (K).
Es wird hauptsächlich in der deutschsprachigen Schweiz verwendet und bildet die Grundlage zahlreicher traditioneller Kartenspiele, insbesondere des Jass.
Eine Besonderheit des schweizerdeutschen Bildes ist seine eigenständige Gestaltung der Farben und Figuren, die sich deutlich von den in Deutschland und Österreich gebräuchlichen Kartenbildern unterscheidet. Zudem bleibt der Daus als höchste Karte erhalten, während sich dieser in anderen Kartensystemen später zum Ass entwickelte.

Prager Doppelbild
Das Prager Doppelbild ist ein traditionelles Kartenbild des mitteleuropäischen Raums und gehört zu den doppeldeutschen Kartenbildern. Es verwendet die Farben Eichel, Laub (Grün), Herz und Schelle sowie die Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).
Es wurde vor allem in Böhmen und angrenzenden Regionen der ehemaligen Habsburgermonarchie verwendet und stellt eine Weiterentwicklung der einfachdeutschen Kartenbilder dar. Charakteristisch ist zudem die ikonische Gestaltung der Daus-Karten.

Prager Einfachbild
Das Prager Einfachbild ist ein traditionelles Kartenbild des mitteleuropäischen Raums und gehört zur Familie der deutschen Kartenbilder. Es verwendet die Farben Eichel, Laub (Grün), Herz und Schelle sowie die Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).
Es wurde vor allem in den historischen Regionen Böhmens und Teilen der ehemaligen Habsburgermonarchie verwendet und prägte zahlreiche traditionelle Kartenspiele in Mitteleuropa.
Eine Besonderheit des Prager Einfachbildes ist seine schlichte und klar strukturierte Gestaltung der Figuren, die sich von anderen deutschen Kartenbilder unterscheidet. Charakteristisch ist zudem die ikonische Gestaltung einzelner Daus-Karten: Besonders bekannt ist der Bär auf dem Eichel-Daus, der als typisches Erkennungszeichen des Prager Kartenbildes gilt.

Französisches Bild – Originalversion
Das französische Bild verwendet die Farben Trèfle (Kreuz), Pique (Pik), Cœur (Herz) und Carreau (Karo) sowie die Bildkarten Valet (Bube) (V), Dame (D) und Roi (König) (R).
Bei traditionellen französischen Spielkarten – etwa für Belote – wird die höchste Karte teilweise bis heute als „1“ dargestellt. Bei vielen internationalen Varianten wird stattdessen das Ass (A) verwendet.

Tute-Regeln
Tute ist ein in Spanien verbreitetes Stich- und Ansagespiel für meist zwei bis vier Spieler und gehört zur Familie der Augenspiele.
Ziel ist es, durch Stiche und das Melden bestimmter Kartenkombinationen möglichst viele Punkte zu erzielen.
Regeln für Bayerisch Tarock und Gaigel ergänzt
Im Mai wurde die Kategorie „Spielregeln & Varianten“ um die Regeln für Bayerisch Tarock und Gaigel erweitert.
Gaigel-Regeln
Gaigel ist ein vor allem in Württemberg beliebtes und verbreitetes Kartenspiel und wird mit zwei oder vier Spielern gespielt. Es gehört zur Familie der Augenspiele und basiert auf einem doppelten Kartensatz, was für zusätzliche Spannung und taktische Möglichkeiten sorgt.
Ziel des Spiels ist es, durch Stiche und geschicktes Melden von Kartenkombinationen möglichst viele Punkte zu erreichen.
Bayerisch Tarock-Regeln
Bayerisch Tarock ist ein traditionelles Kartenspiel aus Süddeutschland, das vor allem in Bayern und Österreich gespielt wird.
Das Spiel zeichnet sich durch seine taktische Tiefe und die besondere Kartenwertung aus. Anders als bei klassischen Stichspielen zählt nicht die Anzahl der Stiche, sondern der Wert der gewonnenen Karten.