Darstellung Spielkartenbilder

Bei den hier dargestellten Kartenbildern handelt es sich um Beispiele von Kartenherstellern wie Frobis, ASS Altenburger, Dal Negro, Maestros Naipes, Bicycle, COPAG, Cartamundi, AGM Müller, Bonaparte u. a.

Die Abbildungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung der in verschiedenen Ländern gebräuchlichen Kartenbilder und verfolgen keinen kommerziellen Zweck im Hinblick auf die genannten Marken.

Schweizerdeutsches Bild

Das schweizerdeutsche Bild ist ein eigenständiges traditionelles Kartenbild und wird vor allem in der Schweiz verwendet. Es nutzt die Farben Eichel, Schilte (Schilde), Rose und Schelle sowie die Bildkarten Under (U), Ober (O) und König (K).

Es wird hauptsächlich in der deutschsprachigen Schweiz verwendet und bildet die Grundlage zahlreicher traditioneller Kartenspiele, insbesondere des Jass.

Eine Besonderheit des schweizerdeutschen Bildes ist seine eigenständige Gestaltung der Farben und Figuren, die sich deutlich von den in Deutschland und Österreich gebräuchlichen Kartenbildern unterscheidet. Zudem bleibt der Daus als höchste Karte erhalten, während sich dieser in anderen Kartensystemen später zum Ass entwickelte.

Prager Doppelbild

Das Prager Doppelbild ist ein traditionelles Kartenbild des mitteleuropäischen Raums und gehört zu den doppeldeutschen Kartenbildern. Es verwendet die Farben Eichel, Laub (Grün), Herz und Schelle sowie die Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).

Es wurde vor allem in Böhmen und angrenzenden Regionen der ehemaligen Habsburgermonarchie verwendet und stellt eine Weiterentwicklung der einfachdeutschen Kartenbilder dar.

Charakteristisch ist zudem die ikonische Gestaltung einzelner Daus-Karten: Besonders bekannt ist der Bär auf dem Schellen-Daus, der als typisches Erkennungszeichen des Prager Kartenbildes gilt.

Prager Einfachbild

Das Prager Einfachbild ist ein traditionelles Kartenbild des mitteleuropäischen Raums und gehört zur Familie der deutschen Kartenbilder. Es verwendet die Farben Eichel, Laub (Grün), Herz und Schelle sowie die Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).

Es wurde vor allem in den historischen Regionen Böhmens und Teilen der ehemaligen Habsburgermonarchie verwendet und prägte zahlreiche traditionelle Kartenspiele in Mitteleuropa.

Eine Besonderheit des Prager Einfachbildes ist seine schlichte und klar strukturierte Gestaltung der Figuren, die sich von anderen deutschen Kartenbilder unterscheidet. Charakteristisch ist zudem die ikonische Gestaltung einzelner Daus-Karten: Besonders bekannt ist der Bär auf dem Schellen-Daus, der als typisches Erkennungszeichen des Prager Kartenbildes gilt.

Französisches Bild – Originalversion

Das französische Bild verwendet die Farben Trèfle (Kreuz), Pique (Pik), Cœur (Herz) und Carreau (Karo) sowie die Bildkarten Valet (Bube) (V), Dame (D) und Roi (König) (R).

Bei traditionellen französischen Spielkarten – etwa für Belote – wird die höchste Karte teilweise bis heute als „1“ dargestellt. Bei vielen internationalen Varianten wird stattdessen das Ass (A) verwendet.

Vierfarb-Pokerbild

Die Vierfarb-Pokerdeck („four‑color deck“) wird für Poker verwendet, es dient der besseren Erkennbarkeit von Kombinationen und der Transparenz im Spiel.

Es handelt sich dabei um ein Blatt auf Basis des französischen Farbsystems (Kreuz, Pik, Herz, Karo) mit anglo-amerikanischen Eckzeichen J (Jack), Q (Queen) und K (King).

Das Vierfarb-Pokerbild in der Übersicht:

  • Kreuz – schwarz
  • Pik – grün
  • Herz – rot
  • Karo – blau

Diese vierfarbige Gestaltung dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit und verändert nicht das zugrunde liegende Farbsystem.

Salzburger Bild

Das Salzburger Bild ist – im Gegensatz zu den meisten heute verwendeten doppel-deutschen Bildern – das am weitesten verbreitete Einfachdeutsche Bild. Es verwendet die Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).

Es wird hauptsächlich in Österreich (besonders in Salzburg, Vorarlberg, im westlichen Tirol) und in Südtirol verwendet.

Eine Besonderheit des Einfachdeutschen Bildes ist der erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei, die sich in anderen Blättern zum Ass weiterentwickelt hat.

Fränkisches Bild

Das Fränkische Bild mit den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K) wird auch heute noch – neben dem bayerischen Bild – vor allem regional in Franken für Schafkopf verwendet.

Ein Merkmal des Fränkischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.

Preußisch-Schlesisches Bild

Das Preußisch-Schlesisches Bild – auch Hallesches Bild – genannt, ist eine historische Bildvariante, die heute kaum noch gespielt wird. Es besteht aus den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten U (Unter), O (Ober) und K (König).

Die Orientierung der Bildkarten ist einfach: Den Ober erkennt man an den Farbzeichen jeweils oben, den Unter an den Farbzeichen jeweils unten am Bild.

Ein Merkmal des Preußisch-Schlesischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.



Sächsisches Bild

Das Sächsische Bild mit den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K) wurde früher in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für Skat genutzt, wurde aber weitgehend vom Altenburger Bild verdrängt

Die Unterscheidung der Bildkarten ist dabei einfach: Den Ober erkennt man an den Farbzeichen jeweils oben am Bild, den Unter an den Farbzeichen jeweils unten.

Ein Merkmal des Sächsischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.