Salzburger Bild

Das Salzburger Bild ist – im Gegensatz zu den meisten heute verwendeten doppel-deutschen Bildern – das am weitesten verbreitete Einfachdeutsche Bild. Es verwendet die Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K).

Es wird hauptsächlich in Österreich (besonders in Salzburg, Vorarlberg, im westlichen Tirol) und in Südtirol verwendet.

Eine Besonderheit des Einfachdeutschen Bildes ist der erhaltene Daus -– abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei, die sich in anderen Blättern zum Ass weiterentwickelt hat.

Fränkisches Bild

Das Fränkische Bild mit den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K) wird auch heute noch – neben dem bayerischen Bild – vor allem regional in Franken für Schafkopf verwendet.

Ein Merkmal des Fränkischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.

Preußisch-Schlesisches Bild

Das Preußisch-Schlesisches Bild – auch Hallesches Bild – genannt, ist eine historische Bildvariante, die heute kaum noch gespielt wird. Es besteht aus den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten U (Unter), O (Ober) und K (König).

Die Orientierung der Bildkarten ist einfach: Den Ober erkennt man an den Farbzeichen jeweils oben, den Unter an den Farbzeichen jeweils unten am Bild.

Ein Merkmal des Preußisch-Schlesischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.



Sächsisches Bild

Das Sächsische Bild mit den Farben Eichel, Laub, Herz und Schelle sowie den Bildkarten Unter (U), Ober (O) und König (K) wurde früher in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für Skat genutzt, wurde aber weitgehend vom Altenburger Bild verdrängt

Die Unterscheidung der Bildkarten ist dabei einfach: Den Ober erkennt man an den Farbzeichen jeweils oben am Bild, den Unter an den Farbzeichen jeweils unten.

Ein Merkmal des Sächsischen Bildes ist der auf dem Ass bildhaft erhaltene Daus – abgeleitet von französisch „deux“ – als historische Zwei.

4-Farb-Skatbild

Das Turnierbild wird häufig bei Skatturnieren eingesetzt, da die erweiterte Farbdarstellung die Unterscheidung der Karten erleichtert und schnelle Spielentscheidungen unterstützt.

Es handelt sich dabei um ein Blatt auf Basis des französischen Farbsystems (Kreuz, Pik, Herz, Karo) mit deutschen Eckzeichen B (Bube), D (Dame) und K (König).

Das 4-Farb-Turnierbild für Skat in der Übersicht:

  • Kreuz – schwarz
  • Pik – grün
  • Herz – rot
  • Karo – gelb

Diese vierfarbige Gestaltung dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit und verändert nicht das zugrunde liegende Farbsystem.

Anglo-amerikanisches Bild

Beim Anglo-Amerikanischen Bild handelt es sich das Französische Blatt, allerdings mit geänderten Eckzeichen: J (Jack), Q (Queen) und K (King).

Diese Eckzeichen befinden sich – ebenfalls abweichend – nur oben links und unten rechts auf den Karten.

Die Bezeichnung der Farben ist im englischen Sprachraum wie folgt:

  • Clubs – Kreuz
  • Spade – Pik
  • Heart –Herz
  • Diamonds – Karo

Spanisches Bild

Auch das Spanischen Bild des lateinischen Blattes verwendet dieselben Kartenfarben wie die italienschen Vertreter, sie unterscheiden sich jedoch durch stilistische Anpassungen. Damit werden u. a. die in Spanien beliebten Spiele wie Mus oder Brisca (ital. Briscola) gespielt.

Es besteht aus den Kartenfarben Bastos (Stäbe), Espadas (Schwerter), Copas (Kelche) und Oros (Gold)

Sizilianisches Bild

Das Sizilianische Bild ist der regionale Vertreter des Italienischen Blattes auf Sizilien. Diese Decks zeichnen sich durch detaillierte Figurenkarten aus, die historische Hof- und Ritter-darstellungen zeigen. Viele klassische italienische Spiele wie Scopa oder Briscola werden mit diesen Decks gespielt.

Es besteht aus den Kartenfarben Bastoni (Stäbe), Spade (Schwerter), Coppe (Kelche) und Denari (Münzen).

Neapoletanisches Bild

Das Neapolitanische Bild gehört zur Familie der Lateinischen Blätter und ist eines der bekanntesten italienischen Kartendecks. Diese Decks zeichnen sich durch detaillierte Figurenkarten aus, die historische Hof- und Ritterdarstellungen zeigen. Viele klassische italienische Spiele wie Scopa oder Briscola werden mit diesen Decks gespielt.

Es besteht aus den Kartenfarben Bastoni (Stäbe), Spade (Schwerter), Coppe (Kelche) und Denari (Münzen).

Französisches Bild mit deutschen Eckzeichen

In Nord- und Westdeutschland wird verbreitet mit dem Französischen Bild – Kartenfarben Kreuz, Pik, Herz und Karo – mit deutschen Eckzeichen B (Bube), D (Dame) und K (König) gespielt.

Deutsche Kartenspiele umfassen meist nur die Karten von 7 oder 9 bis Ass und ggf. beinhalten teilweise auch doppelte Kartensätze.